Naturschutz unwichtig

„Fakten schaffen“ heißt die Devise in Vechta – so begonnen am Mittwoch, 23. Februar, am Wäldchen an der Helene-Lange-Straße / Gustav-Heinemann-Straße. Gut zwei Hektar Wald, ein Teil davon ausgewiesen als besonders hervorragend geschützter Lebensraum (nach § 28a Bundesnaturschutzgesetz), fielen den vorschnell eingesetzten Kettensägen des Bürgermeisters und der Ratsmehrheit unwiederbringlich zum Opfer. Grund für diesen skandalösen Schritt war offiziell, dass man für den sicher geglaubten Bau der Entlastungsstraße ein Materiallager für Baustoffe benötige, sowie Parklplätze für die ‚Alte Oldenburger‘ (Versicherung).

In Wirklichleit aber konnte die Stadt bereits Ende letzten Jahres die befestigte Fläche neben der Bahnanlage kaufen, die sich hervorragend als Materiallager eignen würde. Ob die „Alte Oldenburger“ den Raum als Parkplatz nutzen will und wird, ist nach ihrer eigenen Aussage nicht einmal sicher – und sollte er genutzt werden, dann nicht vor Ablauf von zehn Jahren. Die Abholzung ist aus dieser Sicht absolut unnötig und soll wohl eher Druck auf Entscheidungsträger ausüben, die aufgrund immer weiter fortschreitender Aktionen im Rahmen des Entlastungsstraßenbaus von einer endgültigen Stillegung des unsinnigen Projekts abgehalten werden sollen.

Offensichtlich ist man aus Prestigegründen sogar bereit, weiter Natur zu opfern, um Fakten zu schaffen und der Bevölkerung zu suggerieren, dass die Entlastungsstraße unweigerlich kommen wird.

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