Dalinghaus lobt Bürgermeister

„Ein Lob für die haushaltspolitische Zusammenarbeit hat der CDU-Fraktionsvorsitzende Claus Dalinghaus Bürgermeister Uwe Bartels gezollt. Gemeinsam habe man die Schulden trotz hoher Investitionen halbiert (…)“ – so ist es in der Ausgabe der OV vom 23.03.2011 auf Seite 10, unten rechts zu lesen.

Na, da sind wir ja dann mal wieder beruhigt.

Und wieder einmal erweist sich die ortsansässige Presse als Hofberichterstattungsorgan. Und wieder einmal ist es Herr Suffner, der sich alle Mühe gibt, die fragwürdigen Aussagen von Dalinghaus und Co. ins positive Licht zu stellen.

Klar, Schulden sind schlecht und ihr Abbau nötig. Aber was ist mit den anderen Aussagen, die er den Leserinnen und Lesern unter der positiven Überschrift noch so – quasi als unterschwellige Zugabe – verkauft?

„Fast 15 Millionen Euro will die Stadt Vechta in diesem Jahr investieren. Bis 2014 (…) 42 Millionen (…) wichtigsten Ziele der CDU-Ratsmehrheit (…) Bau der Entlastungsstraße (…) verbessere die städtische Infrastruktur (…)“

Vor fast zwei Wochen hat Herr Suffner in einem Telefongespräch mit Herrn Hölzen Informationen zu den von uns bereitgestellten Dokumenten bezüglich der Entlastungsstraße erhalten und erklärt, er wolle darüber einen Artikel in der OV abdrucken, dabei unsere neue Internetpräsenz erwähnen und und und … Und wie immer: nichts! Stattdessen nutzt er einen Satz von Dalinghaus, macht daraus eine Lobeshymne und verkauft erneut gebetsmühlenartig CDU-Programm. Unkritisch.

Der Artikel selbst ist schon ein Witz, denn er ist gedehnt, da die „wichtigsten Ziele“ der CDU gleich zweimal genannt werden: zuerst in einer reinen Aufzählung, danach dann noch einmal mit einer kurzen Begründung. Klar, irgendwie muss man ja auf Länge kommen, damit wenigstens zwei Spalten den Leser erreichen.

Und noch etwas: Trotz wichtiger Informationen, dass die Finanzierungsplanung der Entlastungsstraße auf tönernen Füßen stehe, trotz Vorlage der Briefe von Bund und Land, trotz alldem schafft es Herr Suffner wieder, das alles auszublenden, alles zu vergessen und blind dem zu folgen, was er gerne glauben möchte.

15 bzw. 42 Millionen Euro Investitionen werden nicht zu halten sein, wenn die Stadt Vechta den Entlastungsstraßenbau auf „eigenes Risiko“ und ohne die finanzielle Unterstützung von Bund und Land durchziehen will. Dann nämlich müssen in Vechta 16 Millionen Euro zusätzlich aufgebracht werden, die den Stadthaushalt unendlich belasten würden.

Wie sieht’s dann aus mit der Halbierung der Stadtschulden? Dankt Herr Dalinghaus dann demnächst Herrn Gels? Und schreibt Herr Suffner dann immer noch unkritische Lobeshymnen auf die „CDU-Ratsmehrheit“? Und was glaubt eigentlich der OV-Leser? Wie lange lässt der sich noch Sand in die Augen streuen?

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