„Ablenkungsmanöver“?

Der Bürgermeister fühlt sich laut Meldung der OV vom 8.4.2011 (S. 10) vom Bundesverkehrsministerium nicht richtig verstanden, nicht richtig zitiert und wirft nun auch der OV vor, das Schreiben des Ministeriums nicht richtig verstanden bzw. richtig wiedergegeben zu haben.

Im Schreiben stehe nichts von ‚falscher Wiedergabe von Sachverhalten‘ oder einer ‚Kritik an der Informationspolitik der Stadt Vechta‘. „Das sei in der OV falsch dargestellt worden“, heißt es in der Meldung der Tageszeitung. Auch dem Ministerium wirft Bartels vor, im Schreiben falsche Aussagen gemacht zu haben:

Das Ministerium versuche mit nebulösen Andeutungen und falschen Behauptungen vom Kern seiner Kritik abzulenken, sagte Bartels gestern. So sei es falsch, dass das Ministerium erst durch den gegnerischen Anwalt von der OVG-Klage erfahren habe. Die Aktivitäten der Kläger seien immer Gegenstand aller Gespräche gewesen. Es treffe auch nicht zu, dass es eine Verständigung darüber gegeben habe, die OVG-Entscheidung abzuwarten.

Alle sind auf dem falschen Dampfer, nur der Bürgermeister nicht. Und darum springt ihm ja nun auch noch der CDU-Fraktionsvorsitzende bei: „Der Bürgermeister hat immer ordentlich informiert.“

Interessant dabei ist vor allem, dass gerade der Fraktionsvorsitzende Dalinghaus aus allen Wolken fiel, als er das Schreiben an den Bürgermeister vom 16.12.2010 zum ersten Mal sah. Und er hat es nicht etwa von Bartels gesehen, nein, Herr Hölzen hatte es in der Podiumsdiskussion bei Sextro dabei und Herrn Dalinghaus damit konfrontiert. Der allerdings bezeichnete Herrn Hölzen damals daraufhin als Lügner und unterstellte sogar, das Schreiben manipuliert zu haben. Ein wirklich lächerlicher Vorwurf.

In diesem Schreiben ist auch nachzulesen, dass Einigung darin bestanden habe, zunächst das Urteil des OVG Lüneburg abzuwarten, ein Umstand, dem Herr Bartels nun auch widerspricht, und das, obwohl inzwischen wirklich jeder nachlesen kann, dass genau das in dem Schreiben steht. Wenn diese Information nicht stimmt, dann fragt man sich doch, warum Bartels nicht bereits im Dezember dieser Vereinbarung widersprochen hat.

Augenwischerei, Ablenkungsmanöver, Lügenvorwürfe  – der Ton wird schärfer. Aber ich habe einmal gelernt: Wer am lautesten brüllt, der hat die schwächsten Argumente.

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