Fracking – nicht nur Gefahr für Grundwasser

Viele fragen sich, was das eigentlich ist – Fracking. Hier finden Sie erste Informationen für einen vorläufigen Überblick dazu.

Durch das Einbringen sehr großer Mengen unterschiedlicher Flüssigkeiten oder Gele in den Untergrund, die unter hohem Druck in große Tiefen gepresst werden, soll das Gestein aufgebrochen werden, um leichter an die Bodenschätze wie Erdgas oder -öl zu gelangen, deren Förderung sonst unwirtschaftlich wäre, weil sie nur schwer aus zu kleinen Zwischenräumen im Gestein gefördert werden könnten. Man versucht also mit dem Fracking, die Hohlräume so zu vergrößern, dass sich in diesen dann Flüssigkeiten oder Gase sammeln können, um sie dann an die Oberfläche pumpen zu können. So soll also die Permeabilität (=Durchlässigkeit) des Untergrundes erhöht werden.

Soweit die Theorie.

Doch was ist mit dem Aufbrechen des Gesteins? Wie kann sichergestellt werden, dass die Bruchstellen örtlich begrenzt bleiben? Wie kann sichergestellt werden, dass nicht Flüssigkeiten und Gele (zum Teil hochgiftig) in Bereiche eindringen, in denen sich Grundwasser, also auch unsere Trinkwasservorräte, befinden? Wie kann verhindert werden, dass es durch das Fracking nicht zu Kettenreaktionen im Untergrund und damit zu möglichen leichten oder auch schwereren Beben kommt, da Hohlräume zusammenbrechen und es zu größeren Verschiebungen kommt?

Die Antwort hierauf ist im Grunde recht einfach: gar nicht!

Aus diesem Grund haben Länder wie Frankreich und England diese Methode bereits verboten.

Aber auch innerhalb der Bundesrepublik ist das Verfahren umstritten. So hat NRW bereits eine Änderung des Bergrechts vorgeschlagen. Und bei uns? Wir scheinen da wenig kritisch zu sein – vielleicht aber auch obrigkeits- und verwaltungshörig. Niedersachsen sieht keine Gefahren; beim Fracking nicht, beim Lagern von Atommüll nicht. Alles ist gut und alles bleibt gut. Das ist absolut unverständlich.

Wenn die Gefahr besteht, dass Trinkwasser (der für uns Menschen absolut wichtigste Rohstoff auf der Erde) gefährdet, verunreinigt oder vergiftet wird, dann sollte allein das Grund genug sein, auf ein Verfahren, bei dem genau diese Gefahr nicht absolut ausgeschlossen werden kann, dauerhaft zu verzichten.

WirFÜRVechta fordert daher nachdrücklich alle beteiligten Parteien auf, sich der Bohrungen nach der angesprochenen und geplanten Methode vorerst zu enthalten, zumindest so lange, bis die Gefahren geklärt und Risiken absolut ausgeräumt werden können.

Ist es wirklich nur das Geld, das interessiert, wie in den Kommentaren auf Facebook zu lesen war (siehe die OV vom 25.06.2011, S. 20)? Ist es in Niedersachsen egal, was gemacht wird, Hauptsache die Kasse stimmt? Merken wir Bürgerinnen und Bürger erst, dass etwas nicht stimmt, wenn der Wasserhahn nur noch tröpfelt?

Bevor Sie allem zustimmen, informieren Sie sich und bilden Sie sich Ihre eigene Meinung. Lassen Sie nicht zu, dass andere Ihnen ihre Meinung aufdrücken. Es geht nicht nur um die Gegenwart. Wir alle haben auch eine Verantwortung für künftige Generationen.

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