Gartencenter: SPD mit fadenscheinigen Argumenten

Je öfter man den Artikel in der OV vom 27.7.2011 zum Thema Gartencenter liest, desto mehr muss man sich wundern.

Die Entscheidung „zwei aus drei“ habe er sich nicht leicht gemacht, betont Enno Götze-Taske, SPD-Ratsherr und Mitglied im Arbeitskreis. Tebbe sei für ihn gesetzt gewesen, weil er sein Geschäft dort schon lange betreibe. Für Nemann habe er gestimmt, weil dieser das Projekt mit Thomas Meyer-Pundsack plane, der wiederum sein Blumengeschäft an der Großen Straße aufrecht erhalten könne. „Die Große Straße wird nicht weiter geschwächt“, erklärt Götze-Taske. Und Ostmann sei so stark, dass er sein Geschäft auch am jetzigen Standort weiter betreiben könne.

Das ist doch mal ne klare Ansage. Oder nicht? WirFÜRVechta nennt das schlicht und ergreifend „Kirchturmsdenken“ – frei nach dem Motto „Die Vechtaer zuerst!“

Nemann und Meyer-Pundsack. Wenn also Meyer-Pundsack in Nemanns Möbelhaus den floristischen Lockvogel spielt, dann kann er den Laden auf der Großen Straße weiter betreiben. Müsste er sonst dort schließen? Steht es so schlecht um den Betrieb? Ist Nemann Meyer-Pundsacks letzte Hoffnung? Und wenn der nun bei Nemann einsteigt, bleibt dann der kleine Laden auf der Großen Straße wirtschaftlich bestehen? Wird er nicht vielmehr über kurz oder lang seine Aktivitäten völlig verlagern, wo doch schon Knagge bald in neuen Geschäftsräumen wiedereröffnen wird und auf der Großen Straße die eigenen Expansionsmöglichkeiten mehr als erschöpft sind?

Aber was reden wir hier wieder? „Die Große Straße wird nicht weiter geschwächt“, weiß Götze-Taske zu prophezeien. Er scheint doch die berühmte Kristallkugel zu haben.

Und der fremde und „nur“ zugezogene Ostmann hat ja schließlich auch noch Geschäfte in anderen Orten. Der kann ja mit den Gewinnen aus diesen Standorten die zu erwartenden Defizite in Vechta sicher locker ausgleichen. Das nennen wir mal ne gute und ausgewogene Idee, die einmal mehr zukunftsorientierte und weitreichende Planung vermissen lässt.

Wir fragen uns immer wieder: Wo ist das Gesamtkonzept in der Stadtplanung? Wohin soll in Vechta die Reise langfristig gehen? Diese Fragen betreffen die Gartencenterentwicklung genauso wie das Verkehrskonzept, das Baukonzept, die Innenstadtgestaltung und und und …

Danke, liebe SPD, für die konstruktive und so kritische Oppositionsarbeit!

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