Ermittlungen gegen Gels – WFV enttäuscht

Nichts drang an die Öffentlichkeit davon, dass gegen den Kandidaten der CDU Ermittlungen der Staatsanwaltschaft laufen, obwohl die Vorgänge um vorgeworfene unkorrekte Abrechnungen und die bereits positiv entschiedene Zivilklage des Vechtaer Unternehmers schon länger bekannt waren. Teile der CDU waren seit November 2010 informiert, die SPD wusste es seit Frühjahr 2011 und mittendrin lag die Nominierung zum Kandidaten. Alle schwiegen, keiner rührte sich. Wohl hoffend, dass es auch so bleiben würde bis nach der Wahl?

Auf dem Stoppelmarkt, DER politischen Infobörse, erfuhr WFV von den Gerüchten, aber es dauerte wieder mehrere Tage, bis wir auch nur den Namen des Unternehmers erfuhren, der Herrn Gels angezeigt hatte. Fakten zur Klärung bekamen wir nicht. Uns ging es da wie den meisten Bürgerinnen und Bürgern Vechtas: Eine Mauer aus Schweigen und Geheimniskrämerei erschwerte jeglichen Zugang zu wichtigen Informationen. Auf Nachfrage wandte man sich ab und schwieg und schwieg und schwieg – viel zu lange!

Wir bemühen uns derzeit um einen direkten Austausch mit den Beteiligten in dieser Sache, um so zur Transparenz beizutragen.

Momentan macht sich der Eindruck breit, dass wir als Bürgerinnen und Bürger spätestens seit der Nominierung von Herrn Gels und auch der CDU getäuscht und hintergangen wurden, vor allem deshalb, weil in der CDU bekannt war, dass Ermittlungen laufen.

Was bleibt von den plakatierten Werten?

WirFÜRVechta fragt sich, was von den plakatierten Werten bleibt, wenn die laufenden Ermittlungen abgeschlossen sein werden.

„Vechta gels gut“ steht ganz unten auf seinem Plakat. Das klingt unter den neuen Aspekten eher wie Hohn.

Und dass Herr Gels zu viel Honorar gefordert hat, das kann nach dem Urteil des Landgerichts Oldenburg auch die CDU nicht leugnen. Wo Unrecht geschieht, da kann man es auch ruhig zugeben, um wenigstens nicht auch noch die Wahrhaftigkeit zu verspielen.

Das wird für die Vechtaer Bürgerinnen und Bürger DAS Wochenendthema werden. Wenn sie am Morgen die Zeitung aufschlagen, trifft das leicht abgewandelte Sprichwort zu: Morgenstund hat Gels im Mund.

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