Änderung des Bebauungsplans der Stadt Vechta

Wie am 31.5. in der OV zu lesen war, stimmte der Stadtrat in der letzten Woche darüber ab, was mit dem Waldstück an der Lohner Straße gegenüber Mc Donald’s geschehen solle.

Es wurde beschlossen, das Waldstück abzuholzen und das Grundstück für einen Hotelneubau des Vechtaer Immobilienkaufmanns Albert Debring zu verwenden. Interessanterweise wurden zwei ökologische Empfehlungen (Forstamt und Landkreis) ignoriert, die beide davon abrieten, das Waldstück dem Erdboden gleichzumachen.

Es sollen zwar zwei Ausweichflächen geschaffen werden, doch ist der Sinn dieser Ausweichflächen zu bezweifeln. Einen alten Wald kurzfristig durch zwei Aufforstungsflächen zu ersetzen erscheint ökologisch gesehen eher wie ein Tropfen auf dem heißen Stein, da ein neu aufgeforstetes Waldstück mehrere Jahrzehnte braucht, bis es soweit gewachsen ist, dass man es, was die Ökologie betrifft, mit dem jetzigen Waldstück vergleichen könnte. Außerdem spricht dies nicht für den Nachhaltigkeitsgedanken, da es in der Stadt Vechta viele andere weniger wertvolle Flächen gibt, die neu bebaut werden könnten. Was passiert z. B. mit dem Hotelprojekt am neuen Markt? Von diesen Plänen scheint nun keine Rede mehr zu sein.

Zwar brachte Ratsherr Jürgen Hillen von den GRÜNEN in einer regen Diskussion viele Gegenargumente, letztendlich sprach sich der Stadtrat aber dafür aus, den Bebauungsplan so zu ändern, dass die o.g. Maßnahmen ermöglicht werden. Wir finden den Zickzackkurs in der Stadtentwicklung ziemlich merkwürdig. Anscheinend gibt es wieder einmal Informationen, die nur einem kleinen Kreis von Eingeweihten zur Verfügung stehen.

Uns interessiert Ihre Meinung! Wie stehen Sie zu den neuen Plänen?

Ein Gedanke zu “Änderung des Bebauungsplans der Stadt Vechta

  1. Ist das in Vechta nicht die übliche Vorgehensweise der Stadtoberen? Als wenn die popelige Bürgerschaft jemals berücksichtigt würde. Das immer noch vorherrschende überhebliche Denken der früheren Großbauern hat sich bis heute nicht geändert und ist hier einfach mal wieder überdeutlich zum Ausdruck gekommen. Wenn es allein nach den Stadtoberen ginge, säße man noch im 19. Jahrhundert. Da durfte und konnte man noch ohne Widerspruch des einfachen Volkes tun und lassen, was man wollte, ohne Rechenschaft ablegen zu müssen. Aber wen scheren hier am A…. der Welt schon Recht und Gesetz, wenn man an den richtigen Positionen sitzt?

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