Archiv der Kategorie: Wahlen

Gegenkandidat der Opposition?

Während eines Treffens von Vetretern der Oppositionsparteien im Rat der Stadt Vechta am 03.03.2011 wartete die SPD mit einem Gegenkandidaten bei der Bürgermeisterwahl auf. Sie brachte den Namen Hubert Wolking ins Spiel. Wolking ist Kriminalkomissar und seit vielen Jahren Mitglied des Stadtrates für die SPD. Grundsätzlich, so wurde eingebracht, sei er für eine Kandidatur bereit, bitte sich aber Bedenkzeit aus. Abhängig macht er eine Zusage offensichtlich davon, ob sich die Oppositionsparteien, also auch WirFÜRVechta, im Falle einer Kandidatur hinter ihn stellen würden.

Die Mitglieder des Vereins WirFÜRVechta und die Ratsmitglieder werden sich in der kommenden Woche zusammensetzen und das Für und Wider einer solchen Kandidatur erörtern. Bis zum 24.03.2011 sollen sich die Oppositionsparteien dann zu einer möglichen Kandidatur positioniert haben und ihr Votum in einem erneuten Treffen der Oppositionsvertreter abgeben.

Bürgernähe und Transparenz sind wichtige Anliegen von WirFÜRVechta. Darum rufen wir Sie auf: Teilen Sie uns Ihre Meinung mit! Schreiben Sie uns an, ob im Kommentar oder per Mail. Diskutieren Sie mit uns Für und Wider einer Kandidatur von Herrn Hubert Wolking.

Haben Sie noch andere Ideen? Kennen Sie Personen, die das Amt des Bürgermeisters auch noch bekleiden und ausfüllen könnten? Nur Mut – nehmen Sie Kontakt mit uns auf!

Gels ist geil? Warum nur er?

Wenn es in Vechta darum geht, einen Bürgermeister oder sogar eine Bürgermeisterin zu wählen, dann sind die Bürgerinnen und Bürger Vechtas gefragt. Sie dürfen ihr Kreuzchen machen vor oder hinter dem Namen eines Kandidaten, der von vermeintlich kompetenten Findern gekürt wurde.

Wie wäre es aber, wenn man die Bürgerinnen und Bürger einmal direkt fragen würde, ob sie jemanden kennen, den sie sich als Bürgermeister für Vechta vorstellen könnten? Die Bürgerinnen und Bürger sind sicherlich nicht so ideenlos, dass man ihnen alles vorsetzen muss.

Wagen wir doch einmal einen solchen Versuch der direkten Bürgerbeteiligung. Schreiben Sie uns an und nennen Sie uns Menschen, denen Sie das Amt der Bürgermeisterin oder des Bürgermeisters durchaus zutrauen würden. Selbstverständlich bleibt auf Wunsch Ihre Mitteilung vertraulich. Machen Sie mit bei direkter Politik. Trauen Sie sich!

 

Schreiben Sie uns und machen Sie mit, damit Sie im September bei der Wahl auch wirklich eine Wahl haben!

Kontakt: info@wir-fuer-vechta.de


Bürgermeisterwahl in Vechta

Man stelle sich das einmal vor:

Wir leben in der Mustergemeinde Clausdal. Klein und beschaulich liegt sie hinter den sieben Bergen und beherbergt zehn wahlberechtigte Bürger. Und einer von ihnen, der braungebrannte und weltmännisch wirkende Helge, ist Bürgermeisterkandidat. Nur er, denn sein Freund wollte nicht mehr und hat deshalb schmollend seine Kandidatur zurückgezogen, um seinem Spezi Helge keine Stimmen wegzunehmen. Klingt komisch, ist aber so.

Der Tag der Wahl ist gekommen und im Wahllokal (Clausdal hat nur eins, was ja auch reicht) liegen die Stimmzettel aus:

Fall 1:

Alle Wahlberechtigten gehen zur Wahl. Helge wählt sich selbst (im Andenken an Adenauer), sein Nachbar wählt ihn auch. Drei Bürger streichen den Namen Helge durch und wollen lieber Donald Duck, die anderen fünf kreuzen nichts an.

Bei der Auszählung kommt es zu folgenden Werten:  Wahlbeteiligung 100%, ungültige Stimmen 30%, für Helge 20%, Enthaltungen 50%.

HELGE IST BÜRGERMEISTER!

Fall 2:

Alle gehen zur Wahl, aber außer Helge drücken sie ihren Unmut aus, indem sie nichts ankreuzen.

Bei der Auszählung ergeben sich folgende Werte: Wahlbeteiligung 100%, ungültige Stimmen- keine, für Helge 10%, Enthaltungen 90%.

HELGE IST BÜRGERMEISTER!

Fall 3:

Das ist wohl der absurdeste. Die Bürger von Clausdal fanden das Gerangel im Vorfeld der Wahl so abstrus, dass sie beschlossen, nicht daran teilzunehmen. Bis auf Helge blieben alle zu Hause. Der wählte sich natürlich wieder selbst.

Die Auszählung ergab dann: Wahlbeteiligung 10%, ungültige Stimmen – keine, für Helge 100%, Enthaltungen – keine

HELGE IST MIT GROSSEM RÜCKHALT AUS DER GEMEINDE BÜRGERMEISTER! ABER NUR, WEIL ER DER EINIZIGE IST, DER SICH GUT FINDET!!!!

Die Liste der Fallbeispiele ließe sich endlos fortsetzen.

Deutlich aber wird dadurch eins: Wenn es nicht gelingt, einen Kandidaten ins Rennen zu schicken, der eine Alternative zum Kandidaten der CDU darstellt, dann hat das, was sich im September bei der Bürgermeisterwahl abspielen wird, mit Demokratie und einer echten Wahl nicht mehr viel zu tun. Denn bei der Wahl zum Kandidaten für das Bürgermeisteramt haben gerade einmal 301 Personen für ihn gestimmt. Nun reicht im September unter Umständen seine eigene Stimme, um die letzte Hürde vor dem Amtssessel des Bürgermeisters im Rathaus zu überwinden. Und dann sitzt er da — warm und trocken und vor allem: lange!

Oder es kommt Fall 4:

Alle gehen zu Wahl, Helge wählt sich selbst, sein Freund wählt ihn auch und ebenso der Nachbar. Aber alle anderen Bewohner von Clausdal kreuzen NEIN an. Tja, liebe Bürgerinnen und Bürger … und nun?